Fortsetzung – Österreich für Ecuador

Der Einsatz der Östereicher geht nach 4 harten, aber auch erlebnisreichen Wochen zu Ende. Wir danken der arbeitsfreudigen Gruppe herzlich für Ihr Engagement mit Herz.

„Wie schon angekündigt, erfahrt ihr jetzt noch etwas über den zweiten Teil unseres Arbeitseinsatzes auf der Baustelle des Projektes „Minadores de Sueños“. Unsere fleißigen Damen zeigten sich sehr geschickt beim Winden der Drähte für die Eisensäulen, während die starken Männer für den Feinschliff der Löcher sorgten. In der dritten Woche kam es dann richtig zur Knochenarbeit, denn das Betonieren stand an. Mit voller Motivation mixten wir Sand, Stein, Zement und Wasser zu einer hervorragenden Betonmischung. Das Handmischen am Boden, auf einigen Brettern, machte sich schon bald am Kreuz bemerkbar. So wurde aus „ Ernst – Spaß“ und darum kam die Idee, eine Mischmaschine zu leihen, gerade richtig.
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Zwar beschleunigte die Maschine unsere Arbeit enorm, trotzdem mussten wir der Realität ins Auge schauen und akzeptieren, dass für die Fertigstellung der Stützmauer noch mehr Zeit, als diese 4 Wochen nötig sind. Pro Loch wurden zwei hochqualitative Eisensäulen auf der bereits 20 cm hohen Betonschicht befestigt.
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Weiter wurde der Sockel der Säulen verschalt und betoniert. Eine Plastikplane sowie ein hohes Eisengitter schmückt die vorbereitete Wand. Als Finish unseres tollen Aufenthaltes hier bei Marco war das Betonieren des unteren Bereiches der Mauer.
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Zusätzlich wollen wir euch noch einen Einblick in unsere Wochenendegestaltung geben. Am Programm standen spektakuläre Bergtouren wie der Marsch bis auf 5000m des 6300m hohe Chimborazo und der 4000m hohe Pichincha.
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Aber nicht nur die atemberaubende Bergwelt Ecuadors, sondern auch der Nebelwald mit seiner vielfältigen Fauna und Flora ließ unser Herz frohlocken. Die Fahrt mit einer sehr speziellen Sesselbahn über den Baumwipfeln des in verschiedene Grüntöne getauchten Waldes, sowie das Bestaunen der Kolibirs, Orchideen und exotischen Schmetterlinge sind Eindrücke, die wir wohl gerne in Erinnerung behalten. Von der regionalen Musik wurden wir weiterhin auf der Baustelle verwöhnt und bekamen zusätzlich professionellen Salsa – Unterricht von den 2 charmanten Schwestern Alba und Soledad. Erlerntes wurde während unseres Aufenthaltes auch gerne praktiziert. Salsaklänge, gemeinsame Arbeit und die herzlichen Menschen Ecuadors öffneten unsere Herzen und es fiel uns schwer, nach einem so eindrucksvollen Monat wieder Abschied zu nehmen. So sind in unseren Rucksäcken und Reisekoffern nicht nur kreative und tolle Souvenirs für die Lieben zu Hause, sondern sie sind bis an den Rand gefüllt mit wundervollen Erlebnissen und Freundschaften zu Land und Leute. Wir danken Marco und seiner Familie sehr für die interessante und schöne Zeit in Ecuador.“

Tatkräftige Unterstützung aus Österreich

Bericht einer Gruppe von Österreichern, die seit Ende Juni tatkräftig auf der Baustelle mithelfen, damit die Stützmauer bald steht.

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NEUES AUS ECUADOR

„Seit mehr als einer Woche sind wir nun hier am Stadtrand von Quito und stehen Marco mit unserer Hilfe tatkräftig zur Seite. Während unserem 25-stündigen Flug klapperten wir 5 Flughäfen in 5 verschiedenen Ländern ab, doch die lange Reise machte sich bezahlt. Angekommen in Quito wurden wir vom Hausherrn aufs herzlichste begrüsst. Auf der Fahrt zu unserem neuen zu Hause brachten uns die Eindrücke und die vielfältige Vegetation zum Staunen. Überwältigt von der netten Einrichtung und dem traumhaften Ausblick unserer Wohnung, machten wir es uns am ersten Abend sofort gemütlich.

Nach Inspektion der Baustelle, schnappte sich jeder eine Schaufel und begann eifrig zu buddeln. Durch die aktive und internationale Zusammenarbeit aller Beteiligten zeigte sich ein rasches Vorankommen. Es benötige mehrere geschulte Augen, eine Wasserwaage sowie ein Lot um den Hang in die gewünschte Form zu bringen.
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Unser Wissen wurde im bautechnischen Bereich erweitert und mittlerweile wissen wir auch über die Vielzahl von schmerzenden Muskeln Bescheid. Trotz leidender Glieder war unser Arbeitsfortschritt nicht mehr zu Bremsen und sogar dem mobilen Erdbewegungsunternehmen war unser Zeitmanagement zu rapide.
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Der Vorteil dieser Wartezeit auf den LKW und Bagger war, dass wir sie positiv zur eigenen Freizeitgestaltung nutzen konnten.

Der Start in unser verlängertes Wochenende begann mit einem Erkundungstripp in das Stadtzenturm von Quito, wo wir den Abend bei regionalen und kulinarischen Köstlichkeiten ausklingen liessen.
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Das Highlight dieser Tage war ganz klar, der Ausflug zum traditionellen Indianermarkt nach Otavalo. Die Begeisterung war nicht nur in den fröhlichen Gesichtern der Menschen und der Farbenvielfalt des Marktes zu sehen, sondern schlug sich auch auf das „Geldbörserl“ unserer einzelnen Gruppenmitglieder nieder. Dort haben einige von uns die Freude am Handeln entdeckt und haben dies gleich am folgenden Tag fortgesetzen. Der Nachmittag diente zur Erhohlung an einem wunderbar ruhigen Kratersee in der Nähe des kleinen Städtchens.

Mit Motivation und voller Kraft stürzten wir in die zweite Arbeitswoche. Die bereits grob vorgestanzten Löcher des Baggers bekommen zurzeit ihren Feinschliff durch österreichische Qualitätshandarbeit. Obwohl uns das Wetter ab und zu mit Regengüssen überrascht, sind wir mit Freude bei der Arbeit und geniessen die fröhliche und lockere Atmosphäre mit ecuadorianischer Musik.

Wie es uns beim Zementmischen und Betonieren ergehen wird berichten wir in der nächsten Ausgabe NEUES AUS ECUADOR. Hasta Luego die 9 Österreicher“

Auto finanziert

Liebe Spenderin, lieber Spender

Vor einigen Wochen haben wir einen ausserordentlichen Spendenaufruf an sie gerichtet, um für das Kinderprojekt „Minadores de Sueños“ am Standrandviertel von Quito ein Auto anschaffen zu können. Der Spendenaufruf wurde gehört und in grosszügiger Weise durch Sie, liebe Spenderinnen und Spender, umgesetzt.
Herzlichen Dank, dass wir jederzeit auf Sie zählen dürfen!

Ein Kauf eines Occasionwagens ist in Ecuador und anderen Länder des Südens im wahrsten Sinn des Wortes ein Kauf der Katze im Sack. Man erhält keine verlässlichen Informationen über die Vorgeschichte des Autos und sollte etwas nicht tadellos funktionieren hat man unter Umständen horrende Kosten. Gründe, die dazu führten, dass für das Projekt nach einem Neuwagen, bei dem Kosten und Nutzen in einem angemessenen Verhältnis stehen, Ausschau gehalten wurde. Nach einigem Vergleichen verschiedener Fahrzeuge ist die Wahl auf den untenstehenden Mazda im Wert von 19000 USD gefallen.

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Da der Projektleiter das Auto auch privat einzusetzen gedenkt, wurde eine Kostenteilung vereinbart. Der Verein „Pro Minadores de Sueños“ übernimmt 9000 USD, der Rest wird vom Projektleiter finanziert.

Wir freuen uns, dass in Zukunft der Transport von Personen und Material jeder Zeit gewährleistet ist, unabhängig von Wetter und Strassenverhältnissen, unabhängig davon, dass fürs Einkaufen mindestens 3 Personen zur Verfügung stehen und mit geringerem Zeitaufwand, damit mehr Zeit für die Arbeit mit den Kindern bleibt.

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