Bewusstsein für eine andere Welt

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In der Schweiz geht jedes Kind zur Schule, was zugegeben für viele Kinder in der heutigen Zeit eine Herausforderung darstellt. Doch gar nicht oder nur wenige Jahre zur Schule gehen zu können, wie es für viele Kinder in den Stadtrandvierteln von Ecuador der Fall ist, ist eine Herausforderung fürs GANZE Leben.

Während es in Ecuador in den kommenden Jahren darum gehen wird, den Zugang zu und die Qualität der Bildung zu verbessern, geht es in der Schweiz darum, den Menschen aufzuzeigen, dass es auch noch andere Realitäten als die unsere gibt. Oft fällt es und schwer, den Blick von unserem Alltag auf andere Realitäten zu schwenken. Es fällt uns schwer zu verstehen, was wir nicht kennen. WAS KANN ICH SCHON VERÄNDERN? Häufig ist dies bei globalen Zusammenhängen eine berechtigte Frage. Ich bin aber der Überzeugung, dass wir alle im Kleinen – wie beispielsweise im Falle des Kinderprojektes „Minadores de Sueños“ – einen Beitrag leisten können. Dabei denke ich an die Volontäre, die bereit sind, ihre Beitrag vor Ort zu leisten. Wenn sie zurück kommen, sind sie auch für uns wichtige BOTSCHAFTER aus der für viele von uns fremden Welt.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, das neu erworbene Bewusstsein zu teilen. Das jüngste Beispiel ist von Corina, die nach ihrer Rückkehr aus Ecuador, einen Artikel für die Zeitung an ihrem Arbeitsort geschrieben hat. Siehe Seite 23-26 in diesem Dokument. Solche Aktionen sind wie ein Stein, den man ins Wasser wirft. Er führt unaufhaltsam zu Kreisen im Wasser – zu Gedanken in Menschen.

Sind die Gedanken und das Bewusstsein für die andere Welt erst einmal da, wollen viele Menschen etwas beitragen. Doch nicht alle können und wollen nach Ecuador reisen.
Wer trotzdem seine Anteilnahme audrücken und einen Beitrag leisten will, kann sich für die Mithilfe bei Aktionen in der Schweiz gerne bei Katja Niedermann (katja.stocker@prominadoresdesuenos.org) melden.
Eine letzte und für viele die praktikabelste Möglichkeit ist eine finanzielle Unterstützung (Link zu den Kontoangaben). Bereits für 15 Franken kann ein Kind während eines Monates die Aufgabenhilfe besuchen oder der Maurer arbeitet einen Tag am Projektgebäude.

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Es gibt also definitiv für alle von uns die Möglichkeit, etwas beizutragen und Anteilnahme für andere, weniger begünstigte Welten auszudrücken.

Ein Licht aus Emmenbrücke

Unter dem Motto „Es ist besser ein Licht anzuzünden, als über die Dunkelheit zu klagen“ werden in den beiden Gottesdiensten vom 30. und 31. August in Emmenbrücke zwei Projekte vorgestellt, für die der Verein Zöndhölzli dieses Jahr Geld sammelt.

Eines der Projekte ist „Minadores de Sueños„. Wir freuen uns über diese grosszügige Unterstützung mit der – dank dem Engagement des Vereins Zöndhölzli – die Ausstattung für den zweiten Schulraum und das Büro finanziert werden. Die Kinder in der Aufgabenhilfe werden dadurch mehr Platz und Möglichkeiten erhalten. Im Weiteren wird das Geld für die Fertigstellung des Aussenplatzes eingesetzt, nachdem jetzt bald die Stützmauer fertig gestellt wird.

Für Infos zu den Gottesdiensten und den beiden Projekten bitte hier klicken.

Fortsetzung – Österreich für Ecuador

Der Einsatz der Östereicher geht nach 4 harten, aber auch erlebnisreichen Wochen zu Ende. Wir danken der arbeitsfreudigen Gruppe herzlich für Ihr Engagement mit Herz.

„Wie schon angekündigt, erfahrt ihr jetzt noch etwas über den zweiten Teil unseres Arbeitseinsatzes auf der Baustelle des Projektes „Minadores de Sueños“. Unsere fleißigen Damen zeigten sich sehr geschickt beim Winden der Drähte für die Eisensäulen, während die starken Männer für den Feinschliff der Löcher sorgten. In der dritten Woche kam es dann richtig zur Knochenarbeit, denn das Betonieren stand an. Mit voller Motivation mixten wir Sand, Stein, Zement und Wasser zu einer hervorragenden Betonmischung. Das Handmischen am Boden, auf einigen Brettern, machte sich schon bald am Kreuz bemerkbar. So wurde aus „ Ernst – Spaß“ und darum kam die Idee, eine Mischmaschine zu leihen, gerade richtig.
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Zwar beschleunigte die Maschine unsere Arbeit enorm, trotzdem mussten wir der Realität ins Auge schauen und akzeptieren, dass für die Fertigstellung der Stützmauer noch mehr Zeit, als diese 4 Wochen nötig sind. Pro Loch wurden zwei hochqualitative Eisensäulen auf der bereits 20 cm hohen Betonschicht befestigt.
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Weiter wurde der Sockel der Säulen verschalt und betoniert. Eine Plastikplane sowie ein hohes Eisengitter schmückt die vorbereitete Wand. Als Finish unseres tollen Aufenthaltes hier bei Marco war das Betonieren des unteren Bereiches der Mauer.
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Zusätzlich wollen wir euch noch einen Einblick in unsere Wochenendegestaltung geben. Am Programm standen spektakuläre Bergtouren wie der Marsch bis auf 5000m des 6300m hohe Chimborazo und der 4000m hohe Pichincha.
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Aber nicht nur die atemberaubende Bergwelt Ecuadors, sondern auch der Nebelwald mit seiner vielfältigen Fauna und Flora ließ unser Herz frohlocken. Die Fahrt mit einer sehr speziellen Sesselbahn über den Baumwipfeln des in verschiedene Grüntöne getauchten Waldes, sowie das Bestaunen der Kolibirs, Orchideen und exotischen Schmetterlinge sind Eindrücke, die wir wohl gerne in Erinnerung behalten. Von der regionalen Musik wurden wir weiterhin auf der Baustelle verwöhnt und bekamen zusätzlich professionellen Salsa – Unterricht von den 2 charmanten Schwestern Alba und Soledad. Erlerntes wurde während unseres Aufenthaltes auch gerne praktiziert. Salsaklänge, gemeinsame Arbeit und die herzlichen Menschen Ecuadors öffneten unsere Herzen und es fiel uns schwer, nach einem so eindrucksvollen Monat wieder Abschied zu nehmen. So sind in unseren Rucksäcken und Reisekoffern nicht nur kreative und tolle Souvenirs für die Lieben zu Hause, sondern sie sind bis an den Rand gefüllt mit wundervollen Erlebnissen und Freundschaften zu Land und Leute. Wir danken Marco und seiner Familie sehr für die interessante und schöne Zeit in Ecuador.“