Advent in Quito

Das Feuer lodert, die Kerze brennt,
das ist kein Wunder: es ist Advent.
Während wir hier sitzen, und die Keckse genießen,
müssen andere auf der Welt viele Tränen vergießen.
Denn so gut wie uns geht es nicht allen,
es sind zwei Welten, die aufeinanderprallen.
Auf der einen Seite Luxus und jede Menge Geld,
auf der anderen Leid und eine ärmliche Welt.
Daran sollten wir denken, während wir hier sitzen,
und über Fondue Chinoise und anderen Köstlichkeiten schwitzen.

Die vier Kerzen brennen, die Weihnacht ist da,
es scheint alles so schön und wunderbar.
Doch vergessen wir nicht die Probleme der Welt,
es geht nicht um Geschenke oder weihnachtliches Geld.
Ich rede von Krankheiten, Armut und Leid,
das ist nicht selten, sondern weit und breit.

 

Es liegt kein Schnee, es riecht auch nicht nach Weihnachtskeksen, die Kinderschreiben keine Wunschzettel und die Eltern sind auch nicht damit beschäftigt das perfekte Festessen vorzubereiten. Jedoch auch ohne diese typischen schweizerischen Assoziationen mit der Weihnachtszeit naht hier in Ecuador die Weihnacht.
Obwohl der Adventskalender hier nicht bekannt ist haben wir mit den Kindern einen gebastelt. Mit Ballons haben sie wunderschöne Weihnachtskugeln gekleistert und dekoriert.  Sogar ein Tannenbaum aus Holz wurde hergestellt.

 
Nun darf jeden Tag ein Kind einen Namen aus dem Beutel ziehen und dieses Kind kann dann den Weihnachtstiefel öffnen und das kleine Geschenk entgegen nehmen. Die Kinder sind jeden Tag gespannt wer wohl heute an der Reihe ist, den Stiefel zu leeren.

Lena Kopp und Ailine Thiemann – Praktikantinnen FH St.Gallen

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