Jahresbericht 2011

“Un pueblo educado es un pueblo libre” Paulo Freire.

bild-marcoEin weiteres Jahr, in welchem wir mehr Kinder & Jugendliche des Viertels mit neuen sowie bestehenden, aber verbesserten Angeboten betreuen konnten, geht zu Ende. Danke an alle, die gemeinsam mit uns an eine gerechte Welt glauben.

Marco Nyffeler, Projektleiter

BILDUNG: Aufgabenhilfe & Stützunterricht: Ort zum Lernen und Spielen
bild1Im Schuljahr 2011/12 wird neu in zwei Gruppen gearbeitet. Dabei spielen Alter, kognitive Entwicklung sowie Fertigkeiten des Kindes eine entscheidende Rolle. Ziele sind, der Erwerb von Selbstverantwortung der 48 betreuten Kinder für ihre Hausaufgaben sowie eine bessere Kontrolle der Schulaufgaben durch die Betreuenden.
bild2Ein Schulraum ist für die Kinder der 3. bis 7. Klasse eingerichtet. Im anderen arbeiten die kleineren Kinder ab dem Kindergarten. Neu  wurde eine Lese-, Kopf-rechnen- und Spielecke eingerichtet.
bild3Ergänzend zur Hausaufgabenhilfe werden externe Therapien organisiert, wodurch die Kinder individuell gefördert werden und es weniger Einzel-Stützunterricht.

 
FREIZEIT: Ferienprogramm: Spielend lernen
Diesen Sommer nahmen 150 Kinder und Jugendliche an den Ferien-programmen teil. 15 Jugendliche vom Viertel haben als Leiter aktiv mitgewirkt. Sie bildeten sich dafür in einem Kurs der Stadtverwaltung mit 300 anderen Jugendlichen aus dem Süden der Stadt weiter. Dabei lernten sie ihr Potenzial kennen und machten die Arbeit der Fundación anderen Gruppen bekannt.
bild4Die jugendlichen Leiter übernahmen mit grossem Engagement und entsprechendem Erfolg die gesamte Verantwortung für die Vorbereitungen und die Ausführung der zwei Wochen mit den Kindern.

FREIZEIT: Jugendprojekt “Zona Adolescente”:
Die Zukunft ist jetzt
bild5Die Jugendgruppe hat in der Fundación einen familiären, freundschaftlichen Ort mit Möglichkeiten des persönlichen Wachstums gefunden. Es wird gebastelt, gespielt, Ausflüge und Workshops organisiert. Die Gruppe identifiziert sich mit der Fundación und wirkt entsprechend aktiv mit. Die jungen Menschen sind von Zuschauern zu Akteuren geworden!

ERNÄHRUNG: Mittagstisch: Ernährung und Lernerfolg
Mangelhafte Ernährung wirkt sich nachteilig auf die Leistungsfähigkeit des Gehirns aus. Dem wollen wir mit dem neuen Angebot entgegenwirken.
bild6Der Mittagstisch ist für Kinder aus sehr tiefen ökonomischen Schichten, die Opfer von Vernachlässigung bis Verwahrlosung sind und in einzelnen Fällen an psychischer und/oder  körperlicher Misshandlung leiden.
bild7Alle Kinder der Hausaufgabenhilfe bekommen täglich eine nahrhafte und gesunde Zwischenverpflegung. 28 Kinder nutzen zudem täglich das Angebot des Mittagstisches. Seit diesem Jahr besteht für Kinder, die über Mittag alleine Zuhause sind, zudem die Möglichkeit ihr Essen in die Fundación mitzubringen, wo es für sie aufgewärmt wird und sie es in Gesellschaft anderer Kinder in familiärem Ambiente geniessen können.

GESUNDHEIT: Familienbegleitung: Weg in die Selbstverantwortung
Neu heisst die Familienhilfe Familienbegleitung, da wir den Eltern die Verantwortung für ihre Kinder nicht abnehmen, sondern sie begleiten möchten, diese wahrnehmen zu können.
bild8Dabei geht es beispielsweise darum, den Eltern die Wichtigkeit einer Schulbildung zu vermitteln und sie bezüglich der notwendigen Schritte einer Einschulung zu begleiten. Oder ihnen aufzuzeigen, wie wichtig intakte Sinne zum Lernen sind und den Kinder beispielsweise eine Augenoperation zu ermöglichen.
bild9Dank dem “Club Rotary Quito Colonial” konnte den Kindern und Jugendlichen ein kostenloser Zugang zu verschiedenen medizinischen Angeboten, wie eine Kontrolle beim Zahnarzt, ermöglicht werden. Im Alltag der Fundación wird an hygienischen Regeln wie Hände waschen oder Zähne putzen  gearbeitet, die im Alltag der Familien in Gewohnheiten übergehen sollten.

bild-alba1
Alba Cisneros: Verantwortliche für Freizeit und Ernährung

 
bild-rosa3

 

Rosa Quinte: Verantwortliche für Bildung

 

bild-valeria
Valeria Guamón: Verantwortliche für Gesundheit

 

 

Verein Pro Minadores de Sueños – Schweiz -

Herzlichen Dank an alle, die in diesem Jahr einen Beitrag zum Wohle der Kinder in Rancho los pinos geleistet haben. Dank der Kombination von Spenden und freiwilligen Einsätzen konnten sich die Kinder und Jugendlichen von Rancho los pinos in ihren schulischen Fertigkeiten und ihrer Persönlichkeit erfreulich entwickeln. Uns ist wichtig, dass sich die lokale Bevölkerung mit dem Projekt identifiziert und ins Projekt einbezogen wird, was beispielsweise an Arbeitstagen gelebt wird. Die Eltern sollen ihre Selbstverantwortung leben und nicht in eine Abhängigkeit vom Projekt geraten. Deshalb zahlen die Eltern für die Angebote einen symbolischen Betrag. Die Hausaufgabenhilfe kostet beispielsweise 2 USDollar pro Monat. Für den Mittagstisch bezahlen die Eltern 0.25 USDollar pro Mittagessen. Mit diesen Beträgen lassen sich die Kosten der Fundación selbstverständlich nicht decken, weshalb wir auch weiterhin auf Spenden angewiesen sind. Wir werden auch im kommenden Jahr wieder Aktivitäten zugunsten des Projektes durchführen und freuen uns über euer Interesse. Es freut uns, dass die Fundación zunehmend in Ecuador vernetzt ist und auf finanzielle Unterstützung durch den Schweizer Club, den Rotary Club aber auch durch die Stadtverwaltung von Quito in Form von Kursen für die Jugendlichen, Busse oder Zwischenverpflegungen für Ausflüge zählen kann.

Gabi Nyffeler, für den Vorstand PRO Minadores de Sueños

0 Responses to “Jahresbericht 2011”


  • No Comments

Leave a Reply