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Wieso “Minadores de Sueños”?
“Minadores” sind ausgestossene Menschen einer Gesellschaft. Diese Menschen leben, arbeiten und kämpfen in der Marginalität, suchen ihr Überleben zwischen den Abfällen der Stadt.
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Für uns sind auch sie Menschen mit Träumen (sueños) und Hoffnung. Träume sind für Menschen etwas Grundlegendes. Wir haben Träume, welche uns helfen, ein würdiges Leben zu konstruieren. Wir haben Träume, welche uns Hoffnung geben, welche uns für bessere Tage kämpfen lassen. Minadores de Sueños ist eine Einladung, Träume in die Tat umzusetzen.

Fundación Minadores de Sueños – Ecuador -

Projekt: Aufgabenhilfe und Stützunterricht - mehr als Schulaufgaben machen
Dieses Projekt ist nach wie vor das Wichtigste und Komplexeste der Fundación. Bisher kamen die Kinder am Nachmittag, um ihre Aufgaben zu erledigen. Die Erfahrung zeigte, dass dies nicht genügend war. Wegen der finanziellen Krisen gibt es immer mehr Kinder, welche gar nicht zur Schule gehen. Entsprechend sind Schulhilfen im Sinne von Unterstützung zur Ermöglichung einer Schulbildung ins Zentrum gerückt. Gratisschulbildung ist in Ecuador weiterhin eine Illusion!
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Viele der Kinder wachsen in einer Familienatmosphäre mit Gewalt, Verwahrlosung, Alkoholismus und Fehlernährung auf. Die im Verlauf des Jahres durchgeführten psychologischen Tests zeigten bei den meisten Kindern deutliche Defizite und führten zum Schluss, dass ein Grossteil der Kinder eine individuelle Förderplanung braucht. Das verlangt gut ausgebildetes, profesionelles Personal. In diesem Jahr konnten wir bereits in der Aufgabenhilfe aufstocken, es fehlen jedoch Lehrkräfte für den Stützunterricht und eine Verstärkung im sozialarbeiterischen Bereich. Wir stellen eine Auflösung der Familiensysteme und ein Wertevelust in der Gesellschaft fest. Grund genug, das Pilotprojekt „Familienbegleitung“ zu starten, das Interventionen in Zusammenarbeit mit dem Familiensystem vorsieht,  um Verhalten und Gewohnheiten zu verändern und dadurch die Lebensqualität und Entwicklungsmöglichkeiten der Kinder zu verbessern.

Die Geburt einer Jugendgruppe - Die Chance für eine neue Jugendkultur
Im November 2008 wurde die Jugendgruppe “Bien Propios” geboren. Ziel der Gruppe ist es in Zusammenarbeit mit der Fundación rekreative und bildende Aktivitäten zu realisieren, die den Jugendlichen alternative Verhaltensmuster und Lebenswege aufzeigen. Alles begann im März 2007 mit rekreativen Aktivitäten wie Bingo, Ausflüge oder Feste. Ende 2007 waren bildende Aktivitäten im Vordergrund. Ziel  war es, die Jugendlichen für soziale Themen zu sensibilisieren. Die Themen wurden einerseits von den Jugendlichen selbst und andererseits von den Koordinatoren des Projektes bestimmt. Unter anderem wurden Kurse zu den Themen Drogen, Sexualität, Garten, Kochen angeboten, Filme zu Themen wie Krebs oder Misshandlung reflektiert und eine Psychiatrie besucht. Im August 2008 wurde der Prozess noch einmal intensiviert, indem während einer Woche gruppenbildende Aktivitäten organisiert wurden. Diese Intensivwoche hat den Zusammenhalt der Gruppe gestärkt und und es kristallisierten sich Jugendliche mit Führungsqualitäten heraus. Das war der Moment, um der Gruppe einen offiziellen Rahmen zu geben.
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In Zusammenarbeit mit den Jugendlichen wurden Name und Logo der Gruppe sowie Zielformulierung, Organisation und Reglement entwickelt. Nach der Arbeit wird in Eucador traditionsgemäss gefeiert. Die Fundación organisierte für die Eltern, die Gemeinschaft und Institutionen eine Präsentation, um die Geburt der neuen Gruppe offiziell bekannt zu geben und würdig zu feiern. Dies war auch der Startschuss des Unabhängigkeitsprozesses der Gruppe und die ersten selbständig organisierten Aktivitäten wurden bereits umgesetzt. Die Mitglieder der Jugendgruppe werden in Zukunft auch in den Projekten wie Kleiderbörse oder Recyclingsammeltstelle und als Lehrende in der Aufgabenhilfe und im Ferienprogamm mitarbeiten.

Der Bau macht langsame Fortschritte
Die Arbeit auf der Baustelle bedeutete einen starken finanziellen und personellen Aufwand. Trotz des ständigen Regens, der zu Verzögerungen der Arbeit führte, ist die Fertigstellung des zweiten Schulraumes und des Büros bald Realität. Ohne die Hilfe der fleissigen Volontäre wären die Forschritte niemals so rasch möglich gewesen. In diesem Zusammenhang ist im Speziellen die Gruppe aus Österreich zu erwähnen. Sie baute in Zusammenarbeit mit den nationalen Arbeitern innert zwei Wochen einen Grossteil der Stützmauer. Für das Betonieren der Mauer wurden auch die Eltern der Kindern der Aufgabenhilfe aufgeboten. Das entstandene Werk ist entsprechend das Resultat einer internationalen Gemeinschaft und Kooperation.
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Einmal mehr möchte ich mich im Namen der Fundación bei allen nationalen und internationalen Volontären für die unermüdlichen Stunden, die in allen Projekten geleistet wurden, bedanken.
Marco Nyffeler

Verein Pro Minadores de Sueños – Schweiz -
Das Jahr 2008 war im Vergleich zu unserem ersten Vereinsjahr bezüglich Anzahl Anlässe eine enorme Steigerung. Aufgrund der enormen Variabilität bezüglich Inhalt und Ort der Anlässe war für jeden etwas dabei. Bis auf eine kurze Verschnaufpause im Sommer konnten wir monatlich eine Aktivität zugunsten der Kinder in Rancho los pinos ankünden. Für den Vorstand war es ein Geschenk, dass sich auch ehemalige Volontärinnen und Volontäre, Freunde, Arbeitskolleginnen und Kollegen sowie soziale Institutionen für das Projekt eingesetzt haben. Dieses Mittragen und das enorme Engagement sind nicht selbstverständlich und verdienen ein grosses DANKE. Die Zeichen- und Bilderausstellung, der Strohhus- und Weihnachtsmarkt, die Suppentage, das Benefizkonzert der Schule Wil, der Einsatz der Schule Cham, verschiedene Gottesdienste sowie private Anlässe haben dieses Jahr zu einem enormen Spendenbetrag geführt! Mit diesem Geld konnte in Ecuador der Bau der Schule und der Stützmauer weiter vorangetrieben sowie ein Auto angeschafft werden, was den Alltag deutlich erleichtert. Nebst diesen einmaligen Investitionen wird mit den Spenden auch das Kerngeschäft des Projektes, nämlich die tägliche Aufgabenhilfe, die Pausenverpflegung und der Stützunterricht finanziert und sichergestellt.
Herzlichen Dank für alle kleinen, grossen und riesigen Spenden und an all die fleissigen Volontäre, die mit viel Herzblut, zeitlichem und körperlichem Einsatz grosse Veränderungen für die Kinder in Ranchos los pinos bewirkt haben.