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Im Jahr 2006 haben wir uns auf das Ausbauen der bereits bestehenden Projekte konzentriert. Das heisst es konnten einerseits mehr Kinder von den verschiedenen Aktivitäten profitieren und andererseits strebten wir eine qualitative Verbesserung unserer Arbeit an.

Aufgabenhilfe, Stützunterricht und sonstige Highlights

Ursprünglich waren die neuen Räumlichkeiten der Aufgabenhilfe für maximal 35 Kinder vorgesehen. Doch bereits wenige Tage nach Beginn des neuen Schuljahres waren wir mit 40 eingeschriebenen Kindern total ausgebucht. Dies zeigt einmal mehr wie gross das Bedürfnis nach Unterstützung und auch das Vertrauen in unsere Aufgabenhilfe ist. Wir schätzen uns glücklich, eine hoch motivierte Gruppe von jugendlichen Helfern zu unserem Team zu zählen, ohne deren Einsatz die Aufgabenhilfe bei der Zahl gar nicht mehr möglich wäre. Zudem stossen auch immer wieder internationale Freiwillige zum Team. Dieses Jahr hatten wir die Möglichkeit die Schulfächer Englisch und Computer intensiver anzubieten, da uns während einiger Monate dafür qualifizierte Volunteers zur Verfügung standen.

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Neu bieten wir jeweils samstags von 9 bis 13 Uhr Stützunterricht mit 1:1-Betreuung an, um individuell in einzelnen Fächern Fortschritte zu erzielen. Sobald das als Ziel definierte Schulniveau erreicht ist, wird die Förderung abgeschlossen und ein anderes Kind bekommt mit dem freien Platz eine Chance. Nebst der schulischen Förderung bieten wir zu besonderen Gelegenheiten auch immer wieder Bastelnachmittage an. Dieses Jahr wurden zum Beispiel zu Muttertag Glasflaschen mit Crepepapier verziert. Bei diesen Aktivitäten ist uns auch wichtig, dass die Grossen lernen den Kleineren zu helfen, weshalb wir unabhängig vom Alter mit allen dasselbe machen. Am Tage des Kindes durfte ein Ausflug in die Schwimmbäder von Papallacta traditionsgemäss nicht fehlen. Zum Schuljahresabschluss gab es eine Feier inklusive Essen, zudem auch die Eltern eingeladen waren.

Schulbildung ermöglichen
Nachdem wir einem Mädchen im Verlaufe des letzten Jahres ein informelles Kindergartenjahr anbieten konnten, wurde es dieses Jahr in die 2. Klasse eingeschult. Minadores des Sueños finanziert die Schulbildung dieses Mädchens und weiterer Kinder gemeinsam mit den zum Teil alleinerziehenden Eltern und dem nationalen Sozialwerk. Der Verlauf wird durch regelmässige Elternsitzungen, Familien- und Schulbesuche evaluiert, damit bei Schwierigkeiten oder gar Krisen sofort Unterstützung geboten werden kann. Die Kinder profitieren zudem von der engmaschigen Betreuung der täglichen Aufgabenhilfe. Die Schule in Kombination mit der Aufgabenhilfe gibt den Kindern nicht nur einen strukturierten Alltag, sondern auch Chancen für die Zukunft. Die Kinder waren bis zum Schuleintritt auf der Strasse, um für die Familie Einkommen zu generieren. Der Schritt in die Schule bringt sie von der Strasse weg, und eröffnet dadurch die Möglichkeit aus dem Teufelskreis rauszutreten und Selbstvertrauen für eine andere Zukunft zu schöpfen.

Sommerferienprogramm – sinnvolles Freizeitangebot für jedes Alter
Das Ferienprogramm wurde dieses Jahr um die Altersgruppe der 13- bis 15-Jährigen erweitert und umfasst jetzt Kinder im Alter zwischen 5 und 15 Jahren.  Entsprechend grösser war auch die Zahl der Anmeldungen. Während es letztes Jahr 105 Kinder waren, wurde das Programm dieses Jahr mit 155 Kindern durchgeführt. Wir wählten das Thema ‚Das Recht aufs Wort’.

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Gerade in der ecuatorianischen Kultur ist dies ein zentrales Thema, da viele nie lernen, NEIN zu sagen. Ziel war es, den Kindern zu vermitteln, dass sie sich durch Nein-Sagen schützen können. Von sich zu erzählen, zuzuhören und gehört zu werden, seine Rechte zu verteidigen, waren während dieser beiden Wochen zentrale Themen, mit denen wir uns mittels verschiedenen Zugängen auseinandergesetzt haben. Inwiefern die erlernten Strategien in den häuslichen Alltag der Kinder übertragen werden, können wir noch nicht beurteilen. Fest steht jedoch, dass die Kinder zufrieden in den Alltag zurückgekehrt sind. Auf Leiterebene wurden die Planung, Organisation und Zusammenarbeit als konstruktiv empfunden und die Zielsetzungen als erfüllt erachtet. Wir freuen uns bereits auf das Ferienprogramm 2007!

Unsere Räumlichkeiten nehmen Gestalt an

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Anfangs Jahr konnten aufgrund einer grosszügigen Spende eines ehemaligen Volunteers im ersten Schulraum endlich Bodenplatten gelegt werden. Gerade in den Wintermonaten kann der Raum dadurch einfacher aufgewischt werden, was sich auf die Hygiene positiv auswirkt. Im Weiteren konnte nach den Sommerferien im September der Rohbau für den zweiten Schulraum erstellt werden. Jetzt hoffen wir auf weitere finanzielle Mittel für die Fertigstellung im neuen Jahr. Damit wäre der Grundstein für ein erweitertes Angebot gelegt. Mit dem Schreinern der 12 trapezförmigen Tische wurde die Arbeitsqualität in der Aufgabenhilfe deutlich verbessert. Auch die Umgebung wurde während Arbeitstagen der Jugendlichen und Eltern kinderfreundlicher gestaltet.

Jugendgruppe – Volunteers: eine unentbehrliche Unterstützung
Unsere Programme und Aktivitäten wären ohne die Hilfe der einheimischen Jugendlichen und internationalen Volunteers gar nich möglich. Deshalb an dieser Stelle ein grosses Dankeschön. Mittlerweile sind wir während des ganzen Jahres ein 6-köpfiges Team und im Ferienprogramm sogar um die 15. Als Belohnung für die grossartige Arbeit gibt es für die Helfer jeweils zwei Ausflüge pro Jahr (Schuljahresrende und nach Abschluss des Ferienprogrammes) und seit dem Herbst Filmnachmittage. Erfreulich ist auch, dass die Gruppe der Helfer jedes Jahr internationaler wird und dieses Jahr nicht nur aus der Schweiz, sondern auch aus Deutschland und England kamen.

Quito, im November 2006
Marco Nyffeler
Fundacion ‚Minadores de Sueños’